Teaser

Was bisher geschah:

An einem Abend im April kommt es in der Nähe der Autobahnraststätte „Zum Wilden Igel“ zu einer Explosion, Feuer ist zu sehen, und vom Himmel regnet es Käfer. Davon ausgelöst senkt sich eine Art unsichtbarer Glocke über die Raststätte, niemand kann den „Wilden Igel“ mehr verlassen. Die Eingeschlossenen entwickeln unterschiedliche Theorien über das, was sie gefangen hält: Peter, der als einer der Wenigen in der Lage ist, die mysteriöse Abgrenzung zu passieren, glaubt an eine „Gedankenwand“, eine äußere Blockade, die aus dem Inneren der Menschen hier entsteht. Andere bringen ein magnetisches Feld ins Spiel, ausgelöst durch eine noch unbekannte Seltene Erde, die sich unter der Raststätte befindet. Holger aka Grigori Orlow behauptet hingegen, es handele sich um ein Menschen-Experiment der Regierung. Sicher scheint nur, dass sich auf dem Gelände des „Wilden Igels“ etwas ungemein Wertvolles befindet, das das Interesse verschiedener Gruppen erregt hat. Aber was genau ist dieses Wertvolle? Die Seltene Erde? Die im Wäldchen vergrabenen Waffen, die nun in die Hände der Litauer gelangt sind? Ein mysteriöses technisches Gerät, mit dem man das Magnetfeld außer Kraft setzen kann? Handelt es sich überhaupt um etwas Materielles?

Egal, wie sich die auf der Raststätte Festgesetzten ihre Lage erklären – die Wochen und Monate, die sie gezwungenermaßen auf dem „Wilden Igel“ verbringen mussten, haben sie verändert: Melitta hat aufgehört zu trinken und sich Fee zugewandt. Henry ist nicht mehr der Waschbären-Hasser von einst, sondern verbündet sich neuerdings sogar mit Facility-Managerin Laila. Die Aktivist:innen, die eigentlich gegen den Autobahn-Ausbau protestieren wollten, können nicht mehr genau sagen, wer Freund und wer Feind ist. Und Peter begreift, warum er sich den anderen hier so fremd fühlt: Weil sein Körper, die Leiche des früheren russischen Thronfolgers, seit über 200 Jahren unter dem „Wilden Igel“ begraben liegt …

Episode 1: Verkehr muss fließen!

Es schien, als würde es ein ganz normaler Abend werden im „Wilden Igel“: Melitta, die professionelle Trinkerin im Business-Outfit, ärgert sich, dass ihr Stammplatz besetzt ist, und will nur in Ruhe eine Fernsehzeitung lesen. Küchenhilfe Peter träumt wie immer von Anna, der Tresenfrau, und wird von einem Psychiater namens Holger über rätselhafte Parallelen zwischen sich und dem früheren russischen Zaren Peter dem Dritten aufgeklärt. Und die Aktivist*innen aus dem nahe gelegenen Wäldchen bereiten eine Protestaktion vor. Doch dann knallt es – ein Gefahrenguttransporter scheint explodiert zu sein. Die Aktivist*innen geraten in Streit mit einem älteren Paar, das sie mit Golfschlägern bedroht; Laila, die neue Facility-Managerin mit dringendem Bedürfnis nach Alltag, sieht ihre Pläne durch diese Vorfälle in Frage gestellt; Werkstattleiter Henry Matusen will seine neue Freundin Sandra abholen, muss aber feststellen: Er kann den „Wilden Igel“ nicht mehr verlassen. Der Waschbär beobachtet, wie eine Art „unsichtbarer Wand“ sich um die Raststätte senkt. Und wie das Paar mit den Golfschlägern Anna in ein Auto zwingt. Und dann regnet es Käfer…   

Episode 2: Igel in Aspik.

Eine unsichtbare Wand hat sich um die Gaststätte „Zum Wilden Igel“ gesenkt, seit vier Wochen scheint hier niemand mehr raus- und auch nicht reinzukommen. Dem Waschbären macht das wenig aus, aber die festgesetzten Menschen tun sich schwer mit der Situation: Melitta ringt mit Alkoholentzug und hat sich mit Fee zusammengetan. Henry wurde fernmündlich von Sandra verlassen, verfügt immerhin noch über Lebensmittel- und Spirituosen-Vorräte und weiß nicht, dass sich inzwischen auch sein Bruder Heiko auf dem Raststättengelände aufhält. Die Aktivist:innen im Wäldchen sammeln essbare Blätter und suchen nach Anna, die weiterhin verschwunden bleibt und offensichtlich entführt wurde. Peter hat eine ganz eigene Theorie zu dem, was die anderen hier gefangen hält, und kann als Einziger die unsichtbare Wand überwinden. Als er das eines Tages Holger demonstriert – dem Psychiater, den Peter laut Anna unbedingt kennenlernen sollte – entpuppt der sich plötzlich als russischsprachiger Schurke namens Grigori Orlow. Auch die Aktivist:innen finden Holgers wahre Identität heraus und setzen ihn in einer Mülltonne fest, um ihm etwas über den Verbleib von Anna zu entlocken. Doch Facility Managerin Laila ist diejenige, die Anna schließlich im Wald begegnet: Mit kurzgeschorenen Haaren und einer Waffe, die aus Heikos vergrabenen Beständen stammt. Anna erklärt Laila, dass sie sich weiter verstecken muss, weil sich auf dem Gelände des Wilden Igels etwas ungemein Wertvolles befindet. Und dass es innerhalb der Gruppe einen Maulwurf gibt.

Vier weitere Wochen vergehen …

Episode 3: Sprung in der Schüssel

Seit Wochen versucht Facility Managerin Laila herauszufinden, was das „ungemein Wertvolle“ auf dem Gelände des Wilden Igels sein könnte, von dem Anna ihr im Wald erzählt hatte. Sind es die Waffen, die im Wäldchen vergraben wurden und die jetzt in die Hände der Litauer gelangt sind? Ist es – wie Holger aka Grigori Orlow behauptet – ein mysteriöses technisches Gerät, mit dem man das Magnetfeld, in dem hier alle gefangen sind, außer Kraft setzen kann? Oder geht es bei DEM WERTVOLLEN gar nicht um etwas Materielles? Der Waschbär hört Fee von „Menschenwürde“ sprechen. Melitta erlebt etwas bisher Ungekanntes, das womöglich „Liebe“ heißt und sie sogar vom Trinken abhält. Peter hingegen erwacht mit einem Huf anstelle des verletzten Fußes und weiß plötzlich, wer er ist: Das Gespenst des ehemals russischen Thronfolgers, der seit über 200 Jahren unter dem „Wilden Igel“ begraben liegt. Nun vermag Peter auch wieder zu fliegen, löst sich von der untreuen Anna und schwebt über allem, während auf der Raststätte das große Kämpfen beginnt: Die Litauer gegen eine Gruppe gesichtsloser Graukapuzen, dazwischen die Aktivist:innen, Nesper und Henry. Doch der längste Tag des Jahres endet nicht im Gemetzel. Denn ein schwarzgekleidetes Männlein namens Simon betritt den Schauplatz und beginnt, auf seiner Gitarre zu spielen. Und plötzlich legen alle die Waffen nieder, halten sich an den Händen, sogar der Waschbär und das Eichhörnchen reihen sich ein.

Ist dieser Frieden von Dauer? Und wie geht es weiter mit der unsichtbaren Wand, die den Igel umschließt?

Episode 4, Purpurleuchten

Seit im Juni der mysteriöse Simon auf dem „Wilden Igel“ aufgetaucht ist, hat sich das Leben für die dort Eingeschlossen stark verändert: Mit Charisma und Gitarrenspiel ist es Simon gelungen, zum Anführer einer sektenartigen Kommune zu werden. Auf sein Geheiß graben die Raststättenbewohner:innen in einem unterirdischen Stollen nach seltenen Erden, und besonders Fee scheint begeistert von dieser neuen Daseinsform. Melitta bewundert Fee einerseits dafür. Andererseits erkennt sie sich selbst nicht wieder. Während der Waschbär nicht begreift, warum sich so viele von den „Minus-Tieren“ Simon überhaupt einfach so unterwerfen, übt Henry insgeheim schon den Aufstand. Als ihm einer der Gesichtslosen im Stollen eines Tages einen pulsierenden Gegenstand übergibt, wachsen ihm ungeahnte Kräfte zu. Gemeinsam mit Laila und Nesper plant er den Ausbruch, sie wollen sich unter der unsichtbaren Glocke, die sie noch immer gefangen hält, durchgraben. Doch dann ist plötzlich Fee verschwunden. Und die Aktivist:innen, die sich inzwischen in zwei Gruppen aufgespalten haben, scheinen mehr darüber zu wissen, als sie Melitta gegenüber zugeben. Hat Fees Verschwinden etwas mit dem geheimnisvollen Unternehmen KLPZRMATIK zu tun, das den Stollen ebenfalls ausbeutet und für das ein Teil der Aktivist:innen jetzt arbeitet? Oder liegt die Ursache für alles, was heute geschieht, darin, dass sich sämtliche Protagonist:innen vor 22 Jahren schon einmal an genau diesem Ort begegnet sind? Doch das weiß nur Peter, der neuerdings in der Lage ist, in die Vergangenheit und in die Zukunft zu blicken. Für Laila gibt es jedenfalls nur noch eine Lösung: Simon muss weg.